Bauwelt-Preis Gewinner 2017

Die Bauwelt hat auch zur Bau 2017 zusammen mit der Messe München den Preis DAS ERSTE HAUS verliehen.

Mit dem Preis wurden bereits zum zehnten Mal das erste Werk junger Architekten ausgezeichnet. Einen Tag lang debatierte die Jury im Deutschen Architekturzentrum Berlin über die 340 Einreichungen und vergab sechs gleichrangige Preise. Alle preisgekrönten Projekte und eine Auswahl weiterer Arbeiten wurden in der Bauwelt 1.2017 veröffentlicht und vom 16. bis 21. Januar auf der Bau 2017 auf dem Münchener Messegelände ausgestellt.

Die Gelegenheit, die Preisträger auf der BAU zu treffen, gibt es regulär am Vorabend der Preisverleihung. Am 18. Januar 2017 um 18 Uhr gab es bei Nicole Borgmann, im BUNKER Blumenstraße 22, ein Podium, co-moderiert von Kaye Geipel.

Studio Europa für ein Einfamilienhaus in Jengen (D)

Das ungewöhnlich zugeschnittene Wohnhaus in zweiter Reihe zeichnet sich aus durch sein lang über den schmalen Grundriss laufende Satteldach. Das Projekt überzeugt als architektonische Antwort auf eine zerfaserte dörflichen Struktur, wie sie inzwischen häufig zu finden ist.

© studioeuropa

Buero Kofink Schels für die Umnutzung einer Scheune in Ruyres (F) zum Atelier

Beim Umbau der französischen Scheune ist vor allem der Entstehungsprozess interessant. Die Architekten arbeiteten von München aus mit ihrem Pariser Bauherrn zusammen. Beim Bau legten sie selbst gehörig mit Hand an.

© studioeuropa

Agency in Biosphere für die „Oase No 8“ in Graz (A)

Das auf dem Dach eines verlassenen Ladengeschäft thronende Gewächshaus für Bananen bespielt nicht nur den Raum zwischen zwei Brandwänden, sondern auch den zwischen Kunst, Architektur und Aktivismus. Mit seinem „Synergetischen Urbanismus“ will der Autor ungenutzte Energiepotentiale der Stadt sichtbar machen.

© studioeuropa

 

Studio Muoto, für die „Public Condenser“ in Paris (F)  

Als „urbanes Regal“ versteht sich dieser minimalistisch-filigrane Neubau auf dem Campusgelände von Paris-Saclay. Übereinander gestapelte Funktionen von Sportplatz bis Restaurant sind für alle Besucher des Campus zugänglich.


© Maxime Delvaux

 

Hannes Schmidt für ein temporäres Restaurant aus Recyclingmaterial in Weimar (D)       

Improvisation, Kreativität und Nachhaltigkeit gingen beim Bau des Restaurant „Lücke“ Hand in Hand. An einer langen Tafel verköstigte der Baumeister selbst Nachbarn, Studenten, Besucher - eine Konfiguration, in der die Architektur zum Austausch anregte.


© Philipp Specht

 

Cíclica, Sant Cugat del Vallès für die Rückgewinnung des Bewässerungssystems in Caldes de Montbui (E)

Das historische Gartenareal „Hortes de Baix“ war zunehmend durch private Abwässer verschmutzt. Die Planergruppe, deren Mitglieder sich aus dem Studium kennen unternahm große Anstrengungen, die 70 Eigentümer der einzelnen Parzellen, sowie die städtischen Behörden an einem gemeinsamen Aktionsplan zu beteiligen. Das Resultat, ein Wandelweg durch die Gärten und ein funktionierendes Wassersystem war preiswürdig.


© Adrià Goula